Mittwoch, 2. Juli 2014

Mein Food-Guide für Kapstadt! Mit dem fantastischen Neighbourgoods Market, feinen Cafés, Kracher-Restaurants und den besten Smoothies der Stadt.


Es dauerte keine drei Minuten. Und zack! War Kapstadt meine neue große Liebe. Ich weiß, ich verliebe mich schnell. Aber Kapstadt ist was ganz besonderes. Eine Woche lang bin ich quer durch die Stadt gelaufen. Immerzu staunend. Nie ohne ein Avocado-Sandwich in der rechten Hand und einen Green-Smoothie in der linken. Den Blick dabei auf all die inspirierenden Food-Läden gebannt, die Kapstadt zu bieten hat. Und stets mit einer großen Vorfreude darauf, die ganzen tollen Orte mit Euch teilen zu können. 
 
Jeden Samstag findet der Neighbourgoods Market in der Old Biscuit Mill statt. Ein Markt wie aus dem schönsten Foodie-Bilderbuch. Stellt Euch vor: Eine alte Industriehalle mit Wellblechdach und Steinboden. Darin Stände so weit das Auge reicht, die alle frisch zubereitete Speisen anbieten: Süße Tartes, die weltbesten Sandwiches, Pulled Pork Burger, Pizza, frische Eistees, Smoothies.... Alles Bio und Lokal. Dazu: Jede Menge junges Publikum, Live Musik und eine pulsierende Atmosphäre. Nach vier Stunden futtern, gucken, futtern und gucken war ich pappsatt und ziemlich glücklich. Ich kann Euch einen Besuch nur empfehlen. Tipp: Direkt um 9h da sein. 

Neighbourgoods Market / Old Biscuit Mill
373 Albert Road, Woodstock
Immer Samstag von 9-14h


Direkt beim Neigbourgoods Market um die Ecke hab, ebenfalls in der Old Biscuit Mill, ich den coolsten und köstlichsten Coffee Shop entdeckt: Das Espresso Lab. In Kapstadt wimmelt es nur so von jungen, hippen Coffeeshops, die ihren Kaffee voller Liebe selber rösten und diesen mit viel Liebe zum Design servieren. Im Espresso Lab arbeiten fast nur Männer, die allesamt weiße Hemden und schwarze Schürze tragen - und unglaublich guten Kaffee machen. Unbedingt staunen und probieren!


Espresso Lab Microroasters / Old Biscuit Mill
373 Albert Road, Woodstock
Mo-Fr 8-16h / Sa 8-14h


Über den Dächern der Old Biscuit Mill ist der PotLuck Club, ein phänomenales Restaurant mit Blick über die halbe Stadt. Das Restaurant gehört Luke Dale Roberts, einem bekannten Koch in Südafrika. Ihm gehört auch The Test Kitchen, das im April 2013 zu den Top 50 Restaurants weltweit gekürt wurde und seitdem Monate im Voraus ausgebucht ist. Der PotLuck Club ist also sein kleiner Ableger und ein echter Geheimtipp, denn hier bekommt man auch noch "spontaner" einen Platz (eine Woche vorher reservieren ist trotzdem ein Muss) und kann die unglaublich gute und kreative Küche zu ebenfalls unglaublich guten Preisen genießen. Serviert werden kleinere Speisen, die in der Mitte des Tischs Platz finden und von allen probiert werden. Schaut mal hier. 


PotLuck Club / Silo Top Floor Old Biscuit Mill
373 Albert Road, Woodstock


Ebenfalls auf der Albert Road liegt das fantastische Woodstock-Exchange, eine alte Lagerhalle, in der es jetzt viele tolle Shops und Cafés gibt. Zum Beispiel das Superette, ein großes, helles, wuseliges Deli, in dem Kaffee getrunken und Sandwiches und Salate gegessen werden. Hier kann man wunderbar ein Stündchen zwischen Shopping und Sightseeing verbringen, die Südafrikaner beobachten und die tolle Einrichtung bestaunen. 


Superette / Woodstock-Exchange
6 Albert Road, Woodstock
Mo-Fr 8-15h / Sa 8-14h 


Ziemlich hübsch und ziemlich lecker ist es im Dear me, einem Deli, das den ganzen Tag geöffnet hat. Es liegt schön zentral, also mein Tip: Hier ausgiebig frühstücken und danach ab auf die Long Street und die Kloof Street zum Shopping. Hier gibt es viele kleine Lädchen zu entdecken! 


165 Longmarket Street / City Centre
Mo-Fr 7-15h / Dinner immer Donnerstags


Die weltbesten Smoothies der Stadt gibt es im Orchard on Long, einem ziemlich hippen Saft-Laden. Die unterschiedlichen Smoothies und Säfte werden natürlich frisch gepresst! Ich mache es kurz: unbedingt hin da!
211 Long Street / City Centre
Mo-Fr 9-17h / Sa 9-15h



Ihr liebt Hummus und die köstliche orientalische Küche? Dann unbedingt das Sababa Kitchen + Deli besuchen! Hier gibt es herrlich frische Salate, Currys, Suppen und Dips. Das Sababa hat auch immer einen Stand auf dem Neighbourgoods-Market. Wenn ihr davor steht - mindestens den Humus probieren! 


231 Bree Street / City Centre
Mo-Fr 7-16h / Falafel Abend Do 18-21h 


Etwas feiner, aber trotzdem herrlich unkompliziert ist den Hemelhuijs. Ich war hier zum lunchen und war beeindruckt von der tollen Auswahl an Speisen und dem wunderschönen Porzellan, auf dem die Speisen serviert werden. Das tolle ist: Man kann Teller, Tassen und Schalen kaufen. 
71 Waterkant Street / City Centre
Mo-Fr 9-14h / Sa 9-13h



Etwa eine Dreiviertelstunde entfernt von Kapstadt, in den wundervollen Winelands, ist das La Petit Ferme. Das Weingut liegt oberhalb von Franschhoek und bietet jeden Tag einen traumhaften Lunch mit Blick auf die Weinberge an. Dafür wird draußen auf der Terrasse (bei schlechtem Wetter drinnen auf der Veranda) eingedeckt und frisch zubereitete Speisen serviert. Unbedingt 3-4 Wochen vorher reservieren! Das familiengeführte Weingut bietet außerdem jeden Tag um 11h eine Weinkellerführung an - und die wird jeden Tag vom Weingutbesitzer persönlich durchgeführt. Es ist so spannend und schön ihm dabei zuzuhören, wie er mit so viel Liebe über den Weinanbau spricht. 


 Franschhoek Pass Road, Franschhoek
Mo-So 12-15h


Ich schlendere jetzt in Gedanken nochmal über den Neighbourgoods-Market... und wünsch allen unter Euch, die in Reiseplanungen für Südafrika stecken, ganz viel Freude beim Entdecken und Verlieben! Und wer noch Tipps für andere tolle Restaurants, Cafés, Delis in Kapstadt hat - gerne drunter posten! 

Immer her mit dem schönen Leben!
Rike

Freitag, 13. Juni 2014

Ich liebe Käse! Ich liebe Wein! Deshalb heute auf'm Blog: Eine ganz schön feine Käse-Wein-Party. Mit Printables für Euch.


Ihr denkt: "Käse-Wein-Party? Irgendwie ziemlich 90er!". Ich sag Euch: Käse-Wein-Abende sind sowas von abgefahren. Ich liebe Käse. Und ich trinke liebend gerne Wein. Und beides am allerliebsten zusammen mit meinen Freunden. Also hab ich zackig ein paar Einladungen verschickt und mir zusammen mit der fabelhaften Caro von Sodapop ein kleines Sahnehäubchen für jede Käse-Wein-Feierei ausgedacht: Schildchen + Anhänger! Die Schildchen sind für die unterschiedlichen Käsesorten. Von Deichkäse, Gouda über Ziege bis Trüffel - ist alles dabei! So geht's: Einfach Schildchen doppelt ausdrucken, Holzspieß dazwischenlegen und zusammenkleben. Dann ab damit auf den Käse. Auf meiner Käseplatte tummelten sich köstlicher Deichkäse vom Backensholzer Hof, Bergkäse, Trüffelkäse, Ziegenkäse, herrlicher Brie, zweierlei Frischkäse und Comté. Dazu gab es Oliven, Walnüsse, Weintrauben, Feigensenf und mein absolutes Lieblingsbrot aus der Bäckerei Gaues. Den Tisch habe ich noch mit einem Topf Rosmarin und grünen Zweigen dekoriert. Easy-peasy! 
 

Gemeinsam mit meinen Freunden vom weltbesten Online-Weinshop Sommelier Prive habe ich eine feine Sommer-Weinauswahl für die Party zusammengestellt: Drei Weißweine, einen Rose und zwei Rotweine. Ich wollte möglichst unterschiedliche Weine anbieten, die aber trotzdem alle zum Sommer passen. Die Wahl fiel auf Riesling, Sauvignon Blanc, Godello, Rosé Cuveé, Blaufränkisch und Baga. Als kleine Ankündigung zum Geschmack der Weine, habe ich mir Anhänger ausgedacht, die ich mit meinem liebsten Leinen-Zwirn von Garn & Mehr an den Flaschenhälsen festgemacht habe. Ich finde: Ist doch toll, wenn man weiß, was einen erwartet! Der Klassiker Riesling erhielt den Anhänger "Königsdisziplin", der knackige Sauvignon Blanc "Echter Charaktertyp", der Godello "Würzig + wild", der Rosé "So ein Mädchending", der Blaufränkisch wegen seiner Waldbeer und Wildkirsch-Note "Very berry" und der noch recht unbekannte Baga "Newcomer". Noch mehr Namen für andere Weine findet ihr natürlich im Printable-PDF. 


Ich sag Euch: Die Party war Bombe! Dank Käse und Wein eine Kracher-Stimmung und ich ganz schön lykkelig. Wenn Ihr auch Lust auf eine Käse-Wein-Sause habt, dann klickt Euch schnell rüber zu Caro, die hat die Schildchen und Anhänger als Printables für Euch: KLICK.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!
Immer her mit dem schönen Leben.
Rike 

Mittwoch, 28. Mai 2014

Das schönste Hotel der Welt: Die Farm Babylonstoren in Südafrika.


Inmitten der grünen Winelands vor den Toren Kapstadts liegt das Hotel Babylonstoren. Hier war ich für drei Tage während meines Südafrika-Urlaubes im März. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe mich schockverliebt! Nicht nur in mein Müsli, das mir zum Frühstück serviert wurde, nein, einfach in alles. Die Jahrhunderte alte Farm haben vor einigen Jahren die ehemalige, südafrikanische "ELLE Dekoration"-Chefredakteurin und ihr Mann gekauft – und mit unendlich viel Gespür für Natur und kleine Details in ein atemberaubend schönen Ort verwandelt. Das fängt bei den Cottages an... und hört beim 200 Hektar großen Garten auf, in dem alles angebaut wird, wovon man nur träumen kann. Ich hab extra ganz viele Fotos gemacht und nehme Euch jetzt mit auf eine kleine virtuelle Reise nach Babylonstoren... 

  

Die Gästezimmer in Babylonstoren befinden sich in zwölf alten, kapholländischen Cottages. Sie sind hell und modern eingerichtet - und lösen ein starkes "Ich-pack-hier-jetzt-alles-ein" oder auch "egal-ich-bleib-einfach-hier-wohnen"-Gefühl aus. Ob das große, weiße Bett, das Sofa vor dem Kamin, der Puff aus Bast, die freistehende, cremefarbene Badewanne, die meterhohen Decken... trotz der Perfektion verströmte das Zimmer eine wunderbare Gemütlichkeit. Jeden Abend gegen sechs Uhr klopfte jemand vom Hotel an die Tür - und reichte zwei Gläser Wein und ein kleinen Gruß aus der Küche (Erdbeere mit Lachs und Frischkäse umwickelt, hmm!) hinein. Und wenn wir abends aus dem Restaurant zurück gekommen sind, knisterte das Feuer im Kamin. 



Die Cottages stehen Mitten auf dem 200 Hektar großen Farmgelände. Dieses ist in 15 Gartenareale unterteilt, in denen heute noch Wein, Obst und Gemüse angebaut werden.  Jeder, der die Farm besucht, ist eingeladen, durch die Gärten zu spazieren, sich ein schattiges Plätzen zu suchen von den 300 unterschiedlichen Pflanzensorten zu kosten und die wunderbare Atmosphäre zu genießen. Jeden Morgen um 10 Uhr gibt es für Hotelgäste und Besucher eine Führung durch den Garten, in der sich jeder von der Begeisterung und Liebe zum Gärtnern anstecken lassen kann. Die Gärten sind mit unglaublich viel Detailliebe angelegt. Besonders beeindruckt hat mich der Weg durch den Garten, in dem Steinfrüchte (wie Pfirsiche und Pflaumen) wachsen: Hier läuft man über viele getrocknete Kerne. 


Das Obst und Gemüse, das auf der Farm angebaut wird, landet zum Frühstück, Lunch und Abendessen erntefrisch auf den Tellern der eigenen Restaurants, zum Beispiel "Babel" (s. erstes Foto). Hier werden zur Mittagszeit frische Salate, Sandwiches und kleine Desserts serviert - und abends bei Kerzenschein diniert. Noch mehr köstliches Essen gibt es tagsüber im "Greenhouse", einem alten Gewächshaus. Selbst gemachte Limonaden, Gartensalate aus dem Weckglas und Sandwiches, die in wunderschönes Papier gewickelt sind, stehen hier auf der hübschen Speisekarte. Alle Speisen werden mit viele Liebe zum Detail zubereitet und angerichtet: Blüten schmücken Salate, frische Gewürze den Eistee, alte Obstkisten dienen als Serviertablett. Übrigens: Das Brot wird jeden Tag in der hauseigenen Bäckerei frisch gebacken.  



Ich war noch nie zuvor in so einem wunderschönen, gemütlichen und inspirierenden Hotel. Wer von Euch nach Südafrika fliegt, dem lege ich Babylonstoren ganz feste ans Herz - ob über Nacht oder nur für einen kleinen Tagesausflug. Und wenn ihr da gewesen seid, dann sagt mir unbedingt Bescheid! Dann können wir zusammen ein bisschen weiter schwärmen.

Immer her mit dem schönen Leben!
Rike 

Sonntag, 11. Mai 2014

Der schnellste, einfachste und leckerste Rhabarber-Kuchen mit Streuseln und Minze!


Neulich beim Bewerbungsgespräch zwischen mir und dem Rhabarberkuchen: 

Frau Rhabarber: "Hallo, ich bin ein Rhabarberkuchen, der in 5 Minuten im Ofen ist!"
Ich: "Yeah! Schnell ist immer gut - was hast Du noch so auf dem Kasten?"
"Bei mir musst Du einfach alle Zutaten auf einmal in eine Rührschüssel geben und brauchst noch nicht mal einen Mixer! Das schafft einfach Jeeeeder!"
"Toll! Aber geht da noch mehr?"
"Ich habe richtig knusprige Streusel - und alle lieben Streusel!!"
"Da hast Du Recht! Aber warum willst Du unbedingt auf meinen Blog?" 
"Weil ich mit Minze verfeinert bin! Du kannst Dir nicht vorstellen wie lecker das ist! Das ist so eine Kracher-Idee, die wirst Du lieben!"
"Ok, überzeugt! Her mit dem Rezept - und jetzt futtere ich Dich auf!" 

Montag, 14. April 2014

Ganz neu: Rikes Backschule. Gibt es ab sofort auf Chefkoch.de! Und ich freue mich kringelig.



Es gibt ein paar feine Neuigkeiten, von denen ich Euch unbedingt erzählen möchte. Ende letzten Jahres hat mich Chefkoch.de gefragt, ob ich Lust habe gemeinsam mit ihnen Backvideos zu drehen. Ich natürlich sofort: Jaaaa! Und zack haben wir Anfang des Jahres "Rikes Backschule" gedreht. Dahinter stecken 20 Folgen mit all meinen Tipps rund um Mürbeteig, Hefeteig, Rührteig und all die anderen süßen Dinge, die ja so "lykkelig" machen. Diese könnt ihr Euch ab heute online auf Chefkoch.de anschauen. Oh, ich bin sooo gespannt was Ihr sagt!!

Vor der Kamera zu stehen war für mich komplett neu - und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Am ersten Drehtag dachte ich: "Huch, ganz schön schwer!"... gleichzeitig backen, reden und in die Kamera lächeln ist gar nicht so einfach! Aber nachdem die ersten paar Folgen im Kasten waren, wurde es immer mehr easy-peasy. Das tolle war: Wir haben in der Tarterie von Fabio (der übrigens mit Fabios Kochschule auch auf Chefkoch.de dabei ist) in St. Pauli gedreht - ein wundervolles Café, in dem ich liebend gerne Kaffee trinken gehe. Wollt ihr mal sehen wie es hinter den Kulissen zuging? Ich hab ein paar Bilder für Euch: